Das Metamodell der Persönlichkeit

Wir sind alle verschieden, mit unterschiedlichen Stärken.

Die Stärken ziehen unvermeidbar Schwächen nach sich.

Kooperation der verschiedenen Typen untereinander ist unverzichtbar.

Bei den Typen gibt es kein Gut oder Schlecht, nur anders.


Sigmund Freud, Alfred Adler und Carl Jung gehören zu den Begründern der modernen Psychologie. Jeder entwickelte ein eigenes Modell des Menschen und stellte andere Aspekte unserer Persönlichkeit in den Mittelpunkt.

Seitdem sind zahlreiche weitere Theorien hinzugekommen. Es ist ein Dickicht aus unzähligen Forschungszweigen, von der frühkindlichen Bindung bis zu gesellschaftsschädlichem Verhalten.

Die von Jung beschriebenen psychologischen Funktionen bilden dabei den verbindenden Rahmen. Sie dienen gewissermaßen als „Kleber“, mit dem sich viele scheinbar unabhängige psychologische Disziplinen zu einem gemeinsamen Gesamtbild verbinden lassen. Daraus wurde mein Metamodell der menschlichen Persönlichkeit.

Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, etwas wahrzunehmen und danach eine Entscheidung zu treffen. Jeder Mensch hat dabei seine eigenen Präferenzen – aber die Alternativen sind genauso richtig.

Deshalb ist in der Psychologie die Frage nicht: „Wer hat Recht?“, sondern: „Wie passt das zusammen?

Meine Suche begann mit einer einfachen Frage: Warum verstehen sich manche Menschen scheinbar mühelos, während andere trotz bester Absichten immer wieder aneinander vorbeireden? Aus dieser Frage entstand eine Reise durch Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie, Organisationslehre und Kulturpsychologie.

Jungs analytische Psychologie zielt darauf ab, psychische Gesundheit durch Verständnis zu erlangen – und daraus wurde ein Buch in drei Bänden, das versucht, dieses Verständnis weiterzugeben.

Dieses Buch ist für alle, die Menschen und die Welt wirklich verstehen wollen.

Denn Menschen sind nicht kompliziert, sondern nur widersprüchlich.